Zwei Jahre nach der Fusion ist die Verbandsgemeinde Südeifel auch im touristischen Zusammenwachsen ein Stück weitergekommen.

Gemeinsam mit den Verkehrsvereinen und den sonstigen Akteuren im Tourismus hat man sich geeinigt, die gesamte neue Verbandsgemeinde als Ferienregion „Felsenland Südeifel“ zu vermarkten. Ein neues Logo ist dabei auch entstanden. Es symbolisiert den Höhenverlauf des touristischen Gebiets vom Islek im Norden bis zum Bitburger Gutland im Süden. Farblich hat man sich an die bisherigen Farben der Eifel Tourismus GmbH angelehnt.

Über 500.000 Übernachtungen, deutlich mehr als 300.000 Tagesgäste und eine Nettowertschöpfung von über 10 Mio. € im Jahr zeigen auf, welches Potential diese Region hat. Deshalb stärken hauptamtliche Kräfte in der Verbandsgemeinde den Tourismus als Wirtschaftsfaktor. Neben den erfahrenen Mitarbeitern Ralf Grün und Hans-Dieter Heck unterstützt die Stabsstelle Wirtschafts- und Tourismusförderung mit Christian Calonec-Rauchfuß und Nico Hagen die Felsenland Südeifel Tourismus (FST) GmbH mit ihrem Geschäftsführer Bruno Zwank an der Spitze.

Die FST betreibt die Tourist Informationen in Bollendorf und Irrel, das Naturparkzentrum Teufelsschlucht mit dem Dinosaurierpark in Ernzen sowie zwei Übernachtungseinrichtungen in Ferschweiler und Ernzen. Speziell der Dinopark hat in den Jahren 2015 und 2016 mit mehr als 70.000 Besuchern alle Erwartungen übertroffen. Dadurch ist es gelungen, Touristen aus Luxemburg, den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen sowie dem ganzen Bundesgebiet erstmals in die Südeifel zu locken.

Mittel- bis langfristig kommen große Herausforderungen auf die Ferienregion zu, denn viele Betriebe in Hotel und Gastronomie haben keine Nachfolger und werden schließen. Deshalb möchte das Felsenland zweigleisig an diese Aufgabe herangehen. Einerseits sollen mit Projekten wie dem Dinopark mehr Tagesgäste in die Region gelockt werden. Andererseits wünschen sich die Verantwortlichen Investoren, die mit Mut qualitativ hochwertige neue Übernachtungsmöglichkeiten schaffen. Gelungene Beispiele findet man in Holsthum und jüngst in Körperich mit der Umwandlung des Gaytalparks.

Ein Schwerpunkt in der touristischen Vermarktung soll das ehemalige „Neuerburger Land“ werden. Dafür ist es enorm wichtig, dass die bisherigen Verkehrs- und Gewerbevereine mit den Betrieben eng zusammenwirken, um mit der FST GmbH den ankommenden Touristen einen weiteren Zuwachs an Servicequalität zu bieten. Die Kooperationen mit Arzfeld und Luxemburg helfen dabei und sollten verstärkt werden. Die Premiumwanderwege rund um Neuerburg und an der Grenze bei Waldhof-Falkenstein zählen mit dem Enzradweg zu den schönsten Touren in der Eifel.

Da vielen Mitbürgern die Bedeutung des Tourismus für die Verbandsgemeinde auch in Zeiten von Internet und Smartphone zu wenig bewusst ist, ist es die Aufgabe der Kommunalpolitik, Überzeugungsarbeit zu leisten, ausreichend Finanzen in die Infrastruktur zu stecken und das Engagement der dort Tätigen entsprechend zu würdigen.